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Wieso Sie Sorbit bei Fructoseintoleranz meiden sollten!

Nicht nur auf Fruchtzucker muss man bei einer Fructoseintoleranz verzichten, ein weiteres großes Probleme ist Sorbit bei Fructoseintoleranz! Aber was ist das überhaupt? Warum sollte man Sorbit bei Fructoseintoleranz meiden und wo ist Sorbit denn übrhaupt enthalten?

Was ist Sorbit?

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Sorbit bei Fructoseintoleranz!

Sorbit (auch Sorbitol) ist  so wie auch Mannit, Isolmat oder Xylit ein sogenannter Zuckeralkohol, welcher in verschiedensten, speziell industriell gefertigten Lebensmittel und Obst zu finden ist! Sorbitol ist im Vergleich zur Saccharose eher kalorienarm, dafür aber auch deutlich weniger süß! Außerdem wirkt er im Vergleich zu anderen Süßungsmittel schonend auf unsere Zähne – was die Verwendung von Sorbit in Zahnpasta erklären würde!

Sorbit ist auch bekannt unter der Zusatzstoffnummer E 420! Man findet ihn in verschiedensten Fertigprodukten, Kaugummis,“Zuckerl“ und Getränken! Von Natur aus befinden sich kleine Mengen Sorbit in Obst, vor allem Trockenobst! Für Backwaren wird Sorbit ebenfalls gerne verwendet, da es die Fähigkeit besitzt Wasser anzuziehen! So ist er ein ideales Feuchthaltemittel, ein Trägerstoff für Aromen und ein Süßungsmittel!

Sorbit eignet sich auch ideal für Diabetiker, da es zum Abbau kein Insulin verwendet und findet sich dementsprechend häufig in Diabetikerprodukte!

Sorbitunverträglichkeit oder Fructoseintoleranz

Pflaumen sind sehr reich an Sorbit!

Jeder Mensch hat in gewisser Hinsicht eine Sorbiunverträglichkeit! Manche Menschen vertragen mehr von dem Zuckeralkohol, manche weniger! Ganz allgemein führen aber Mengen von über 20 Gramm bei vielen Menschen zu den ersten Symptomen wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen! Deshalb führen z.B. zu vielen Krischen bei den meisten Menschen abführend und Hersteller müssen auf Getränke, die über 10% Sorbit enthalten: „kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“ schreiben.

Menschen mit einer richtigen Sorbitunverträglichkeit haben kaum Kapazität zum Abbau von Sorbit! Bei Ihnen ist der Sorbitabbau im Dünndarm gestört. Ähnlich wie man eine Fructoseintoleranz mit einem H2-Atemtest diagnostizieren kann, ist dies auch bei einer Sorbitunverträglichkeit möglich! Nach der Diagnose wird auch bei Sorbit ähnlich wie bei der Fructoseintoleranz eine Karenzphase von mindestens 2 Wochen durchgeführt um anschließend Lebensmittel zu testen! Meist sind kleine Mengen dann bereits wieder verträglich! Sorbitunverträglichkeiten werden immer häufiger! Man glaubt, dass das mit unseren heutigen Essensgewohnheiten zusammenhängt! Nie zuvor wurde von Menschen so viel Sorbit konsumiert wie heute!

Sorbit bei Fructoseintoleranz

In unserem Darm gibt es nur begrenzte Aufnahmefähigkeiten für Sorbit & Fruchtzucker!

Menschen mit Fructoseintoleranz haben eine nur sehr geringe Aufnahmefähigkeit für Fructose! Wenn dann zusätzlich zum Fruchzucker aber noch Sorbit bei Fructoseintoleranz konsumiert wird, so wird die Aufnahmefähigkeit der Fructose noch weiter gehemmt und die Verdauungsprobleme immer weiter verstärkt! Außerdem verwenden Sorbit und Fruchzucker dieselben Transportproteine zur Verdauung und sind daher in Konkurrenz! Wird Sorbit mithilfe von GLUT-5 bleibt verarbeitet, bleibt vielleicht nicht mehr ausreichend Kapazität für einen guten Abbau von  Fruchtzucker übrig!

Deshalb muss man auch bei der hereditären Form der Fructoseintoleranz, auch bekannt als angeborene Form, komplett auf Sorbit verzichten!

Allerdings ist Sorbit bei Fructoseintoleranz eine sehr individuelle Sache! Zwar vertragen Menschen mit hereditärer und intestinaler Form der Fructoseintoleranz in der Regel kein Sorbit – manche Patienten mit der intestinalen Form vertragen den Zuckeralkohol aber besser als andere! So gibt es Berichte von Betroffenen, die meinen Aprikosen in Maßen zu vertragen, dabei sind Aprikosen eines der Lebensmittel mit höchstem Sorbitgehalt!

intesintale Form = Fructosemalabsorption | hereditäre Form = angeboren Fructoseintoleranz

Sorbit in Lebensmittel

Wir wissen also: Sorbit sollte bei Fructoseintoleranz vermieden werden, um die Symptome der Fructoseintoleranz nicht zu verstärken! Nun stellt sich noch die Frage: Wo befindet sich denn überhaupt Sorbit? Welche Lebensmittel mit Sorbit sollte ich bei einer Fructoseintoleranz meiden?

Sorbitreiche Lebensmittel
  • Kern- und Steinobst: Äpfel, Pflaume, Pfirsiche, Nektarine, Birne, Aprikosen, Datteln, Sauerkirsche, Weichsel, Rosine, Kirsche, Brombeere, Weintrauben
  • Gemüse (wird in der Regel trotzdem vertragen): Karotte, Paprika, Brokkoli, Bohnen, Fenchel, Sellerie, Zuckermais, Kraut, Rosenkohl, Fisolen, Aubergine bzw. Melanzani
  • Fertig-Produkte
  • Kaugummis
  • Zahnpasta
  • gesüßte Getränke
  • Pralinen
  • industriell hergestellte Lebensmittel
  • manchmal in: Brot (je nach Zutaten), Saucen, Senf
  • Nahrungsergänzungsmittel
Sorbitarme / Sorbitfreie Lebensmittel
  • Obst: Rhabarber, Avocado
  • Gemüse: Spinat, Mangold, Pastinake, Kürbis, Tomate, Sellerie, Zucchini Spargel
  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Milch
  • Getreide-Produkte wie Nudeln und Reis
  • Oliven
  • Samen
  • Nüsse

Das ist zwar keine Liste mit fructosearme Lebensmittel oder fructosereiche Lebensmittel, aber man sieht dennoch enorme Ähnlichkeiten! Nahezu alle Lebensmittel mit wenig Sorbit sind auch bei Fructoseintoleranz gut geeignet und umgekehrt!

Das wichtigste ist bei einer Fructoseintoleranz oder Sorbitunverträglichkeit bei jeglichen Fertigprodukten genauestens auf die Zutaten zu achten und Convinience-Produkte im Idealfall komplett zu vermeiden. Es gibt ja auch zahlreiche gute fructosefreie Rezepte, die teilweise sogar recht schnell zubereitet sein können!

Kaugummi und Zahnpasta mit Sorbit

Immer wieder höre ich Betroffene der Fructoseintoleranz dürften keinen Kaugummi mehr verwenden oder müssten sogar aufs Zähneputzen verzichten! Das ist aber schlichtweg falsch!

Es ist zwar richtig, dass in Kaugummi und Zahnpasta gerne Sorbit verwendet wird, da es im Vergleich zu anderen Süßstoffen sehr schonend auf unsere Zähne wirkt, dennoch gibt es auch Kaugummi ohne Sorbit, die bei Fructoseintoleranz oder Sorbitunverträglichkeit in der Regel gut verträglich sind!

Fructosefreie Kaugummis

Ähnlich ist das auch mit Zahnpasta! Viele Betroffene haben auch kein Problem mit sorbithaltiger Zahnpasta, andere entscheiden sich einfach für Zahnpasta ohne Sorbit!

Hat Ihnen der Beitrag über Sorbit bei Fructoseintoleranz sowie der Sorbiunverträglichkeit gefallen? Habt Ihr Ideen für weitere Beiträge? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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