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Symptome der Fructoseintoleranz

Bis zu 33% der Bevölkerung sollen unter einer intestinalen Fructoseintoleranz, also einer Unverträglichkeit auf Fruchtzucker, leiden. Fruchtzucker kann bei Betroffenen nicht ordnungsgemäß verdaut werden. Aber was sind die Folgen? Was sind die Symptome bei Fructoseintoleranz? Und wie entstehen diese? Auf fructosefrei.at erfahren Sie alles über die meist berichteten Fructoseintoleranz Symptome.

Welche Symptome bei Fructoseintoleranz?

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Die Symptome der Fructoseintoleranz auf fructosefrei.at!

Die Symptome einer Fructoseintoleranz unterscheiden sich von Person zu Person. Ganz klar, denn schließlich ist jeder von uns anders und reagiert dementsprechend auf fructosereiche Lebensmittel auf eine andere Art und Weise.

Die Symptome, die bei einer Fructoseintoleranz auftreten können, sind zahlreich und betreffen in erster Linie den Verdauungstrakt. Manchmal treten auch Symptome in anderen Körperbereichen auf, die mit der Fructosemalabsorption assoziiert werden.

Die Hauptsymptome

Die häufigsten Symptome bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit betreffen unseren Verdauungstrakt. Zu den gastrointestinalen Symptomen zählen:

  • Blähungen
  • Blähbauch
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • Verstopfung
  • Übelkeit
  • Unwohlsein
  • Sodbrennen
  • Reflux
  • Aufstoßen
  • manchmal Erbrechen
  • Appetitlosigkeit

Weitere mögliche Symptome bei Fructoseintoleranz

Diese Liste mit weiteren Symptomen beruht auf Erfahrungswerten von Betroffenen sowie Informationen aus Bücher oder Studien. Die Symptome sind sehr unspezifisch und können durch zahlreiche weitere Erkrankungen erklärbar sein, weshalb beim Auftreten der folgenden Symptome eine weitere Abklärung durch Ihren Arzt erfolgen sollte.

  • Nährstoffmängel
  • Abneigung gegen Süßigkeiten
  • Konzentrationsprobleme
  • Schwindel
  • ständige Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Infektanfälligkeit
  • Depression (näheres siehe unten)
  • Leberprobleme
  • Atemprobleme, erschwerte Atmung
  • Muskelschmerzen
  • Nervosität
  • Wetterfühligkeit
  • Harndrang
  • verstärktes Durstgefühl
  • innere Unruhe
  • Heißhungerattacken

Eine intestinale Fructosemalabsorption kann mit Nährstoffmängel wie Folsäure- und Zinkmangel in Verbindung stehen.

Fructoseintoleranz und Depression

Fructoseintoleranz wird manchmal mit Depression assoziiert. So sah man in einer Studie, welche im Fachmagazin „Scandinavian Journal of gastroenterology“ veröffentlicht wurde, dass Betroffene der Fructoseintoleranz deutlich niedrigere Tryptophanwerte und höhere Werte an einem Depressionstest im Vergleich zu Personen mit einer normalen Fructoseverdauung hatten.

Depression durch Fructoseintoleranz
Depression durch Fructoseintoleranz?

Eine hohe Fructosekonzentration kann nämlich nicht nur mit Symptome wie Verdauungsprobleme in Verbindung stehen, sondern scheint sogar den Stoffwechsel der Aminosäure L-Tryptophan zu modulieren, wodurch die Aminosäure nur schlechter aufgenommen werden kann und nicht mehr zur Serotonin-Produktion ausreichend zur Verfügung steht. Serotonin wird auch Glückshormon genannt. Ein Mangel kann eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Stimmungsstörungen spielen.

Übrigens ist eines der Autoren der Studie, Maximilian Ledochowski, ein Experte für Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien & Reizdarm. Er selber ist auch Autor zahlreicher Bücher unter anderem von „Genussvoll leben trotz Nahrungsmittel-Intoleranzen: Fruktose – Laktose – Histamin – Gluten – Getreide – Ballaststoffe„* und „Fruchtzuckerarm kochen und sich wohlfühlen„*!

Mundgeruch bei Fructosemalabsorption

Wenn unser Körper Fructose nicht richtig aufnehmen kann (siehe nächsten Abschnitt), so entstehen dadurch Gase, welche unter Anderem zu Mundgeruch führen können.

Neben der Einhaltung einer fructosearmen Ernährung, können auch fructosefreie Kaugummis gegen Mundgeruch helfen. Im Gegensatz zu konventionellen Kaugummis sind für die Fructosemalabsorption geeignete Kaugummis frei von unverträglichen Zuckeraustauschstoffen und Süßungsmittel.

Wie entstehen die Fructoseintoleranz Symptome?

Der Darm ist bei Fructoseunverträglichkeit beeinträchtigt

Während bei einem gesunden Menschen Fructose aus der Nahrung über die Dünndarmschleimhaut mit sogenannten Transportproteinen absorbiert (=aufgenommen) wird, so funktioniert dies bei einer Fructoseintoleranz nicht oder nur unzureichend. Bei einer Fructoseintoleranz sind die Transporter nicht funktionsfähig oder in ihrer Anzahl vermindert. Die Fructose gelangt aus dem Dünndarm unverdaut weiter in den Dickdarm, wo Sie von Bakterien verstoffwechselt wird. Die Mikroben produzieren verschiedenste Gase, die zu den charakterischtischen Symptome der Fructoseintoleranz führen.

Der Mangel an Transportproteinen kann durch verschiedenste Ursachen erklärbar sein, welche bisher nur unzureichend geklärt sind. In Frage kommen auch Dysbiosen und andere Darmflorastörungen beispielsweise als Folge einer Antibiotikatherapie. Näheres dazu finden Sie im Beitrag zu der Fructoseintoleranz Ursache!

Wie lange dauern die Symptome einer Fructoseintoleranz?

Nun zur Dauer der Symptome. Wenn Sie trotz Fructoseintoleranz Fruchtzucker konsumieren z.B. weil Sie nicht genauestens über fructosearme Lebensmittel und fructosereiche Lebensmittel Informiert waren, können charakteristische Symptome auftreten.

Wer zu viel Fructose ist muss lange mit Symptomen rechnen!

Der Auftritt der Symptome dauert in der Regel mehrere Stunden. In seltenen Fällen kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis die ersten Fructoseintoleranz Symptome auftreten. Die Dauer bis zum Auftritt der Symptome ist davon abhängig, welches Nahrungsmittel verzehrt wurde, was bereits zuvor an dem Tag verzehrt wurde und dem allgemeinen Verdauungszustand. Wenn man viel fetthaltige oder eiweißhaltige Nahrung gegessen hat, so bleibt die Nahrung im Allgemeinen länger im Verdauungstrakt, wodurch die Symptome verspätet auftreten können.

Sind die Symptome einmal da, sollten Sie sich innerhalb der nächsten Stunden bessern. Manche Betroffene berichten, dass die Symptome erst nach 1-2 Tagen verschwinden, bei anderen Betroffenen dauern die Symptome sogar 4 Tage an.

Das Abklingen der Symptome bei Fructoseintoleranz können Sie aber auch zeitlich verbessern. Mir hat beispielsweise der Fructoseintoleranz Tee wie im Beitrag zu den Fructoseintoleranz Tipps beschrieben stets sehr gut geholfen!

Jetzt sind Sie dran! Erzählen Sie uns über Ihre Symptome!

Welche Symptome beeinträchtigen Sie am meisten? Machen Sie doch an unserer Umfrage mit und erfahren Sie, welche Symptome der Fructoseintoleranz andere Patienten am allermeisten stören.

Welche Symptome im Verdauungstrakt beeinträchtigen Sie bei Fructoseintoleranz am meisten?

Nachdem Sie die Umfrage durchgeführt haben, erfahren Sie das Ergebnis anderer Teilnehmer! Ansonsten können Sie Ihre Symptome derFructoseintoleranz auch gerne in die Kommentare schreiben!

Fruktose-Intoleranz: Nicht nur Obst vermeiden!

Ein hilfreiches Video vom DM zur Fructoseintoleranz.

Tipp: Wer auf Süßigkeiten bei Fructoseintoleranz nicht verzichten kann, aber auch nicht unter Symptome leiden möchte, findet im Beitrag „Süßes? – Die besten 9 Fructoseintoleranz Süßigkeiten!“ Infos, wie man das auch nicht muss.

Referenzen:

  1. Dietary fructose intolerance, fructan intolerance and FODMAPs.
  2. Buch „Fructoseintoleranz“ von Sigi Nesterenko, Rainer Bloch Verlag, Ausgabe 1, Seite 23

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