Bei Fructoseintoleranz: Was meiden?

In zahlreichen Beiträgen habe ich bereits über fructosearme Lebensmittel bzw. fructosearmes Gemüse und fructosearmes Obst geschrieben. Nun haben Sie also bereits eine große Auswahl an Lebensmittel, welche Sie ohne Bedenken verzehren dürfen. Wissen Sie aber auch, welche Lebensmittel Sie unbedingt bei Fructoseintoleranz meiden sollten? Hier erfahren Sie mehr darüber!

Wo kommt Fructose vor?

Fructose bzw. Fruchtzucker kommt natürlicherweise vor allem in Obst, Blütenpollen sowie verschiedensten Gemüsesorten vor. Allerdings ist die Fructosemenge in hochgezüchteten, also modernen Obst und Gemüse, meist signifikant höher als in dem Obst, welches von unseren Vorfahren verzehrt wurde.

rosinen bei fructoseintoleranz meiden

Rosinen sind besonders reich an Fruchtzucker. Man sollte Sie daher unbedingt meiden!

Dennoch, natürliche Lebensmittel machen nur einen Teil des täglichen Fructoseverzehr aus. Bei den meisten Menschen in unseren Breitengraden stammt der Großteil des Fruchtzuckers hingegen aus Quellen wie Softdrinks, Fertigprodukte, Süßspeisen, Süßigkeiten, Desserts, Eiscreme, Pudding, Marmelade (Konfitüre), Schokolade und weitere zuckerhaltige Produkte.

Infolgedessen haben wir aufgrund der Industrialisierung und globalen Weltwirtschaft unseren täglichen Fructosekonsum von ursprünglich 16-24 Gramm auf rund 80 Gramm gesteigert. Nähere Infos finden Sie übrigens im Beitrag zum Thema Fruchtzucker.

Lebensmitttelkunde: Fructoseintoleranz-Was meiden?

Die folgende Liste bezieht sich auf die langfristige Ernährung. Die ideale Ernährung in der Karenzphase habe ich hier genauer beschrieben.

Allerdings müssen die folgende Lebensmittel bei Fructoseintoleranz nicht bei jedem Menschen zwingend in der langfristigen Ernährung gemieden werden. Schließlich verträgt jede Person verschiedenste Lebensmittel auf eine unterschiedlich Art und Weise. So sind zum Beispiel Zwiebel für einige Betroffene bereits in kleinen Mengen sehr schlecht verträglich, andere Betroffene vertragen eine halbe Zwiebel ohne jegliche Symptome. Ähnlich ist das zum Beispiel auch bei Bananen, der Kaki Frucht oder auch Lauch. Hier ist individuelles Austesten nach der Karenzphase gefragt. Diese Liste dient als eine Orientierungshilfe.

Lebensmittelgruppediese Lebensmittel bei Fructoseintoleranz meiden
Obst
  • Trockenobst, Dörrobst (z.B. Rosinen)
  • die meisten Marmeladen / Fruchtaufstriche
  • Obstsaft (näheres siehe im Beitrag zu Fructoseintoleranz Getränke)
  • Ananas
  • Apfel
  • Birne
  • Banane
  • Cranberries
  • Datteln
  • Drachenfrucht
  • Erdbeere
  • Feige
  • Granatapfel
  • Grapefruit
  • Guave
  • Kaki-Frucht
  • Kaktusfeige
  • Kirsche
  • Litschi
  • Mango
  • Melone wie Wassermelone, Zuckermelone
  • Pflaume, Zwetschke
  • Quitte
  • Johannisbeeren (in kleinen Mengen meist in Ordnung)
  • Wassermelone
  • Weintrauben
Gemüse
  • Paprika rot und gelb
  • Peperoni
  • Kohlsprossen, Rosenkohl
  • Blumenkohl, Karfiol
  • Grünkohl
  • Kohl, Wirsing
  • Lauch, Frühlingszwiebel
  • Knoblauch
  • Rote Beete (kleine Mengen sind oft verträglich)
  • Shiitakepilze
  • Zuckermais
  • Zwiebel
Süßungsmittel
  • Fruchtzucker
  • Haushaltszucker, Rübenzucker, weißer Zucker
  • brauner Zucker
  • Kokosblütenzucker
  • Agavensirup
  • Ahornsirup
  • High Fructose Corn Syrup 
  • Glucose-Fructose-Sirup
  • Honig
Getränke
  • Coca Cola klassisch (light und Zero sind besser verträglich)
  • zuckerhaltige Softdrinks
  • zuckerhaltige Energydrinks
  • Frucht-Smoothies
  • Limonaden

Was soll man bei Fructoseintoleranz noch meiden?

In der Fructoseintoleranz Tabelle von oben finden Sie bereits einige Lebensmittel, die man bei Fructoseintoleranz meiden sollte. Hier möchte ich noch ein paar Antworten zu den häufigsten nachgefragten Lebensmittel bei Fructoseintoleranz und deren Verträglichkeit geben:

  1. Alkohol: Patienten mit Fructoseintoleranz müssen speziell auf alkoholische Getränke wie süßer Likör, Cocktails, Süßweine, Glühwein, Portweine und liebliche Weine verzichten. Nähere Infos finden Sie hier.
  2. Maroni bzw. Esskastanien: Maroni bzw. Esskastanien enthalten einen recht hohen Gehalt an Saccharose (ca. 10,5 g/100g davon 5,25 g Fructose). Daher die Maroni aber meist nur in sehr geringen Mengen verzehrt wird, wird die Kastanie bei einer leichten Unverträglichkeit dennoch häufig vertragen.
  3. Nüsse: Nüsse enthalten ähnlich wie Maroni zwar kaum reine Fructose, dafür aber relativ viel Saccharose. Diese wiederum besteht zur Hälfte aus Fructose und kann bei zu hoher Verzehrsmenge zu Beschwerden für Menschen mit Fructoseintoleranz führen. In den meisten Fällen werden Nüsse aber nur in einer geringen Menge verzehrt, die in der Regel bei Fructoseintoleranz nur selten zu Symptomen führen. Wenn Nüsse bei Fructoseintoleranz nicht gut vertragen werden kann aber auch eine weitere Ursache wie eine Nuss-Allergie dahinterstecken.
  4. Konserven: Achten Sie bei Dosenkonserven auf die Zutaten! Oft versteckt sich Zucker oder ein anderes Süßungsmittel, welches bei Fructoseintoleranz nur schlecht geeignet ist.

 

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